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Selbständig sein ist ein echtes Arschloch – und warum ich heute nicht darüber schreiben konnte

  • biancastrub
  • 25. März
  • 2 Min. Lesezeit
Leeres Blatt Papier auf dem Tisch

Gestern habe ich angefangen, einen Blogartikel zu schreiben. Über Selbständigkeit. Über die Herausforderungen, über diesen ganzen Mix aus Motivation, Zweifel, Hoffnung und Frust. Ich war voll drin, in Gedanken und Emotionen, in diesem ehrlichen „Es ist nicht immer leicht“. Und dann kam die Nacht.


Ich hatte einen Traum, der sich unangenehm real angefühlt hat: Jemand hat mir einfach mein Business weggenommen. Alles, was ich aufgebaut habe, war plötzlich weg. Und ich war erst einmal wie erstarrt. Hilflos, machtlos, komplett paralysiert. Doch mitten in diesem Gefühl kam plötzlich ein anderer Gedanke. Ein leiser, aber klarer Perspektivwechsel: „Okay… und jetzt?“ Und direkt danach: „Eigentlich ist das doch auch eine Chance.“


Ein komplett weisses Blatt. Ein Neuanfang. Aber nicht mehr bei null, sondern mit allem, was ich inzwischen gelernt habe.


Heute Morgen bin ich aufgewacht und ich wusste sofort, dass ich unmöglich an diesem ursprünglichen Blogartikel weiterschreiben kann. Dieser „Frust-Artikel“ darf vielleicht irgendwann kommen. Aber nicht heute. Denn heute fühlt sich etwas anderes stimmiger an.


Dieser Traum hat etwas in mir verschoben. Ich habe gemerkt, wie schnell wir in dieses Denken rutschen: Was nicht läuft, was fehlt, was schwierig ist. Und ja, das gehört dazu, absolut. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich da nicht hängen bleiben will. Weil ich eigentlich ein anderer Typ Mensch bin. Ich sehe das Glas eher halb voll als halb leer. Nicht immer perfekt, aber bewusst. Ich richte meinen Fokus lieber auf das, was mich weiterbringt, anstatt auf das, was ich sowieso nicht ändern kann.


Wasserglas halb voll

Und genau deshalb geht es heute nicht um Frust, sondern um etwas, das wir viel zu oft übersehen. Nämlich all die guten Dinge, die passieren, während wir so beschäftigt damit sind, auf das zu schauen, was noch nicht funktioniert.


Wie oft halten wir wirklich inne und erkennen, was eigentlich schon da ist? Dass wir überhaupt losgegangen sind, obwohl es keine Garantie gibt. Dass wir eine Idee haben, etwas Eigenes, etwas Echtes. Dass wir jeden Tag lernen, auch dann, wenn es sich nicht nach Fortschritt anfühlt. Dass wir uns entwickeln, nicht nur im Business, sondern als Mensch. Dass wir klarer werden, darin was wir wollen und auch darin, was nicht. Dass wir Entscheidungen treffen, die uns früher vielleicht überfordert hätten. Dass wir wachsen, oft leise und unbemerkt. Und dass wir dabei sind, uns etwas aufzubauen, das wirklich zu uns passt.


Und vielleicht ist da noch etwas, das wir oft vergessen: Wir dürfen jederzeit neu anfangen.


Was mich an diesem Traum so überrascht hat, war nicht die Angst am Anfang, sondern die Leichtigkeit danach. Dieser Moment, in dem ich verstanden habe, dass selbst wenn alles weg wäre, ich ja noch da bin. Mit meinen Erfahrungen, meinem Wissen, meinem Gefühl für das, was funktioniert und was nicht. Und genau deshalb wäre ein Neuanfang kein Scheitern. Sondern einfach ein nächster Schritt. Ein neuer Anfang, auf einem ganz anderen Level.


Vielleicht ist genau das der Perspektivwechsel, den wir manchmal brauchen. Nicht, um alles schönzureden oder so zu tun, als wäre immer alles leicht. Sondern um bewusst zu entscheiden, worauf wir unseren Fokus legen wollen.


Notiz: Good things always take time




 
 
 

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